Über mich

Ursula Schenk, geboren 1949 in Winterthur

Um meine vielen Ideen fachmännisch umzusetzen, hätte ich gerne die Kunstgewerbeschule besucht. Zu meiner Zeit jedoch musste ich einen sogenannt „rechten“ Beruf erlernen und wurde im elterlichen Geschäft zur Uhrmacherin ausgebildet.

1977 liess ich mich im Gewerbemuseum Winterthur von ausgestellten Scherenschnitten inspirieren, und es entstand autodidaktisch und mit viel Begeisterung mein erster Scherenschnitt. Gleichzeitig stellte ich auch Marionetten und Pelztiere her. 1978 eröffnete ich in Winterthur ein eigenes Atelier. Meine Auseinandersetzung mit Leben und Tod setzte ich auch in meinen Scherenschnitten um. Nach zwanzig Jahren wurden meine Schnitte dreidimensional, weiss mit farbigen Hintergründen. Zum Schneiden kam das Reissen, Falten, Rollen und Zerknittern des Papiers hinzu. Farben wurden immer wichtiger. Nach dreissig Jahren Arbeiten mit Papier wechselte ich zu Textilien. Es entstanden Fantasieblumen. Die Bilder sind grösser geworden, nicht mehr gerahmt und bieten mir heute viel mehr Freiheit.